Science Center Otto Bock 2010

© Science Center Berlin
© Science Center Berlin
© Science Center Berlin
© Science Center Berlin
© Science Center Berlin


Die MKT AG ist Konstrukteur einer Pendelkinetik für das Science Center des Prothesen und Medizintechnikherstellers Otto Bock Healthcare in Berlin. Die Konzeption der Kinetik stammt von der interdisziplinär im Spannungsfeld zwischen Kunst und Informationsvermittlung arbeitenden Agentur Art+Com. Auf subtile Weise werden in der Choreografie der Pendelkinetik die Themenbereiche Physik, Motorik, Interaktion und Wahrnehmung in Beziehung gesetzt.

Den Ingenieuren der MKT AG ist es gelungen, die Antriebs- und Steuerungstechnologie vor dem Anwender im Verborgenen zu halten, wodurch das Wechselspiel der Choreografie mit Momenten der Virtualität und der Realität in ihrer Wirkung unterstützt wird. Dabei war es eine Herausforderung, die Antriebe geräuscharm und gleichzeitig kompakt zu halten, so dass sie in den horizontalen Träger der Kinetik integriert werden konnten, der sich mit seinen Blenden aus Glasfaser-Verbund-Material in die Architektur des Science Centers einfügt.

Die Choreografie der Pendelkinetik beginnt mit einem virtuellen Impuls einer rein graphischen Hand, zu sehen auf einem der äußeren Monitore im oberen Bereich der Kinetik, die das Pendel, an dem dieser Monitor befestigt ist, greift, auslenkt und in Bewegung versetzt. Dieses Prinzip wird sukzessive auf die weiteren beiden Pendel angewandt. So wechselt die Pendelkinetik vom Zustand der Ruhe in einen Zustand organischer Schwingung, durchsetzt von Spannungsmomenten des spontanen Eingreifens virtueller Hände in das freie Schwingungsverhalten. Es ergeben sich perspektivische Überlagerungen der Pendel, die für ein Ineinandergreifen der auf den Monitoren dargestellten Hände künstlerisch eingesetzt werden. Die Choreografie findet ihren Höhepunkt in der Abstraktion, indem die Monitore der drei schwingenden Pendel mit den drei Primärfarben des menschlichen Sehapparates Rot, Grün und Blau assoziiert werden. Während der Überlagerungsmomente der Pendel werden die Primärfarben zur Superposition gebracht – es entsteht der qualitative Sinneseindruck einer Mischfarbe. In den Pausen zwischen den Wiederholungen der choreographischen Sequenz kann der Betrachter die Pendelkinetik durch Gestensteuerung in Schwingung versetzen und an Schattenbilder erinnernde Darstellungen seiner Hände auf den Monitoren hervorrufen.





Download | PDF

How can we help you?


Axel Haschkamp
Managing Director
Telefon Icon +49 8142 65 255 15 E-Mail Icon axel.haschkamp@mkt-ag.de